Die Welt, in der wir leben, ist nach wie vor von strukturellen Ungleichheiten geprägt – insbesondere entlang von geschlechtlichen Linien. Ob in der Datenerhebung, der Bezahlung oder der Gesundheitsversorgung: Geschlechtsspezifische Lücken – sogenannte Gender Gaps – wirken sich direkt auf die Gestaltung und Nutzung von Produkten und Dienstleistungen aus. Design ist niemals neutral – es spiegelt gesellschaftliche Normen wider und reproduziert sie mitunter unbewusst.
In diesem mehrtägigen Workshop setzen wir uns kritisch mit den Mechanismen dieser Ungleichverteilung auseinander und fragen: Welche Rolle spielt Design bei der Entstehung und Verstetigung solcher Gaps – und wie kann es dazu beitragen, sie aufzubrechen? Wir tauchen ein in die Realität des Gender Gaps – wir analysieren, wie sich diese Ungleichheiten im Alltag manifestieren – in Gegenständen, Interfaces, Räumen oder Systemen – und reflektieren, wie Gestaltung gezielt zur Sichtbarmachung und Veränderung beitragen kann.
Ausgehend von Recherchen, Analysen und Fallstudien entwickeln wir eigene gestalterische Konzepte, Strategien und Interventionen, die aufklären, vermitteln und neue Perspektiven eröffnen. Ziel ist es, durch Design zum Sichtbarmachen und Verstehen struktureller Ungleichheiten beizutragen und kreative Wege zu finden, um bestehende Narrative zu hinterfragen oder zu durchbrechen.
Outcome:
Wir erproben spielerische Fingerübungen, um die Rolle von Design sichtbar zu machen und kritisch zu hinterfragen. Ziel ist es, zu zeigen, wie Gestaltung Gender Gaps entlarven, überwinden und neue Perspektiven eröffnen kann.
Anmeldung unter:
https://tha.incom.org/workspace/1845