Marie-Alice Schultz studierte Theaterwissenschaften und Germanistik in Berlin und Malerei an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Seit 2010 arbeitet sie an der Schnittstelle zwischen Bildender Kunst und Literatur.
In wechselnden Duo-Formationen (Harder&Schultz, Douin&Schultz, Mayer&Schultz) forscht sie zu verschwindender Architektur im Hamburger Stadtraum. Ihr Fokus liegt dabei auf Erzählungen, die fernab der offiziellen Geschichtsschreibung existieren. Ausgangspunkt sind hierbei stets der vorgefundene Raum und seine einstigen Nutzer:innen.
Zeichnerisch setzt sich Schultz mit städtischen Strukturen auseinander. Großformatige Schriftarbeiten entstehen direkt auf den Wänden von Abrissgebäuden oder auf Papierbahnen im Außenraum.
Im Rahmen von Lecture Performances werden verschwundene Orte sprachlich rekonstruiert und Lücken im Stadtbild vermessen.